Mein Brief an Martin Baudrexel
Posted by Hans Dorsch in Marginalia on March 13th, 2010
Lieber Martin Baudrexel,
ich möchte mich über dein Engagement für [Rama Cremefine](http://bit.ly/a0tdmc) beschweren. Wer dich jemals mit den Kochprofis oder den Küchenchefs im Fernsehen gesehen hat, hat dieses Bild im Kopf: Martin geht in die Küche und wirft alle Fertigprodukte in den Müll. Wie passt zu diesem Bild, dass du für ein Produkt wirbst, das ein sehr gutes Naturprodukt, nämlich Sahne, durch ein komplexes, zusatzstoffgeladenes Ersatzprodukt, nämlich [Cremefine](http://bit.ly/a0tdmc), ersetzt? Rama Cremefine hat halb so viel Fett wie Sahne und kostet doppelt so viel. Diese Rechnung könntest du den Köchen im Fernsehen nicht erklären.Mann muss kein Sternekoch sein, um sagen zu können, „Wenn du weniger Fett willst, nimm’ doch weniger Sahne!“. Und wer Cremefine mit Geschmack, zum Beispiel für Pilze mit Balsamico, verwendet, kann doch gleich Maggi MAGGI Würzmischung 2 nehmen. Die gibt es bei Metro auch im Gastropack. Lieber Martin, vielleicht sagst du, das ist doch nur Werbung. Das muss man nicht ernst nehmen. Aber viele tun es und machen sich abhängig von der Lebensmittelindustrie. Findest du das gut? Findest du nicht, dass Menschen ihr Geld besser für ordentliche Produkte ausgeben sollten, zum Beispiel Bio-Sahne, und darauf achten, wer daran verdient? Kann man eigentlich noch sicher sein, in deiner Küche noch unraffinierte Produkte vorzufinden? Vielleicht greifst du in deinem Restaurant [Rubico](http://www.qype.com/place/26565-Rubico-Muenchen) auch schon zu Convenient-Fonds und lachst verschmitzt über deine Gäste, die genussvoll ihr Besteck abschlecken. Lieber Martin, denk noch mal über deine Ziele nach, entschuldige dich bei deinen Zuschauern und sag’ Rama Lebewohl.
Das wäre richtig groß. Viele Grüße, dein Hans
PS: Deine Kollegen sind übrigens nicht viel besser, Frau Poletto wirbt für Herta-Wurst und auch Alfons Schubeck stand früher mal für die Fleischwurst des Großmästers im Fernsehen. In der guten alten Zeit sagte Herr Schubeck immerhin, dass er nach einem Tag mit Sterneküche mal was bodenständiges braucht – und Bio gab es damals noch nicht.
- Wenn es die Christen nicht gäbe..
- Buchtip zum Martinstag
- mein haus, mein auto, mein boot, meine playstation, mein Stuhl, mein …
OMG 21st century kayaking “Dream Result”
Posted by Hans Dorsch in Marginalia on March 9th, 2010
Kayak-Fahrer kann das nicht kalt lassen.
- Edward Tufte: Books – Essay: The Cognitive Style of Powerpoint
- Hondas Impossible Dream
- A9: Neue Suchmaschine von Amazon
In einer idealen Welt, in der die Straßen ohne Staub, Öl und Hundekot wären, …
Posted by Hans Dorsch in Marginalia on March 9th, 2010
Morgens, Viertel nach 9 in Köln.
Posted by Hans Dorsch in Marginalia on March 9th, 2010
Xing: https://www.xing.com/profile/Hans_Dorsch
- Motoradmesse kommt zurück nach Köln (koeln.de)
- Köln: Kirchturm droht umzustürzen (koeln.de)
- Meine kleine Stadt: Köln
Ja, haben wir denn schon 1995?
Posted by Hans Dorsch in Marginalia on February 24th, 2010
In Köln gibt es eine große Buchhandlung, die Mayersche. Und diese hat jetzt auch eine App.
Tut mir leid. Diese App ist ungefähr so nützlich wie eine Spiele-CD-Rom von 1994. Damals herrschte das Paradigma des Entdeckens. Erst mal verstecken, soviel es geht. Erst auf Klick eröffnen sich (beschränkte) Möglichkeiten: 1. Warum funktioniert sie nur im Querformat? Ich möchte vielleicht auch mal mit einer Hand blättern.2. Wieso muss ich erst eines der Regale (tolle Idee) antippen, um zu sehen, was dahinter ist? Ach, das rote ist “Mein Regal”. Ich will lesen, nicht rätseln!
3. Warum sind die Bücher ausschließlich auf winzigen Regalen angeordnet zu sehen. Warum gibt es nicht einfach Listen mit Büchern? (gucken Sie sich mal Apples App Store an.)
4. Ach, und wenn ich Details zu einem Buch sehen will, wird mir die Mayersche Website in der App angezeigt. Super.
5. Die Leseproben sind, naja, PDFs der Verlage, die ich auch horizontal lesen muss.
Aber es gibt noch Rettung. Wenn das iPad kommt, passt vielleicht auch das Format mit den Regalen wieder (3). Aber dann gibt es auch genug iBooks und andere Stores, die mehr Spaß machen werden.
- Alida Kurras “moderiert”
- So ging’s Frau Beil im Dschungel
- Frau Heidenreich hat was gegen E-Books. Dem Leser kann es egal sein.




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