The story of someones shoe


oder warum Musik weiterhin in Albumlänge produziert werden sollte.

Paul Weller hat 1988 mit Mick Talbot das letzten Album von the Style Council herausgebracht. Viele fanden es damals merkwürdig, da es eine Art Konzept Album war. Besagtes Konzept besteht darin dass Seite A und B (praktisch bei Vinyl Platten) musikalisch sehr verschieden waren.
“The Piano Pictures” erinnern and Mark Hollis, Manhattan Transfer und Debussy, während “Confessions of a pop group” als Funk durchgeht.

Ich bin nicht sicher ob ich von Anfang an begeistert war, aber ich bin es seit ein paar Jahren immer wieder auf`s neue und immer mehr.
Ich lege sie wegen der Piano Pictures ein und bin als CD Hörer nach der Hälfte immer etwas enttäuscht wenn nahtlos die aufdringlichen Confessions anlaufen.

Ich denke dann wirklich immer: “Mensch, jetzt war`s grad so schön und dann kommen diese doofen confessions daher. Schalt ich aus oder hör ich weiter?”
Ich höre meistens weiter und ich finde es dann immer gut und richtig.

Und so solls sein.

Kunst ist bekanntermassen autoritär und manchmal schadet Demokratie und Selbstbestimmung. I-Tunes und Konsorten können, bei fahrlässiger Benutzung den Musikgenuss deutlich schmälern, weil man sich gerade mal das Lied zieht, dass man gerade toll findet. Aber so kann man keine Perlen finden.

Mal ehrlich? Wer kennt ein wirklich spannendes Best of Album?
Ich nicht.

Ich bitte also weiterhin um vollständige Lieferung von mehreren Stücken im Kontext und in vorgegebener Reihenfolge. Auch wenn`s Jahre dauert.

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