Archive for category Bücher
Frau Heidenreich hat was gegen E-Books. Dem Leser kann es egal sein.
Posted by Hans in Bücher, Internet, Marginalia on April 20th, 2009
Liebe Frau Heidenreich,
vor 30 Jahren fand ich die Else Stratmann gut. Das war eine Kleinbürgerin an der Fensterbank, die das Weltgeschehen kommentierte. Wer Ironie verstehen kann, versteht diese auch als Kind schon. Aber Ihre Kolumne im Stern ist keine Ironie, oder?
Denn was ich hier lese (danke für den Link macnews.de) zeigt, dass Sie selbst zur engstirnigen Kleinbürgerin geworden sind:
Was soll ich tun, gegen das Rad der Zeit antreten, wie schon so oft? Ich hab ja damals nicht mal das Faxgerät aufhalten können oder das unsägliche iPhone, das all meine Freunde haben. Bei mir: Hausverbot dafür! Bei mir dürfen sie rauchen und lärmen, aber mit dem iPhone spielen ist verboten. Blöde Glasplatte, blöde. Leute, die so was haben, lesen auch nicht mehr. Sollten sie aber.
Was denn? Ihre Bücher?
mein Verleger wettert (und wie ich finde: zu Recht) in Interviews gegen das E-Book. Wie fühlt sich das denn an! Wie sieht das denn aus! Was soll das denn für ein Buch sein, ist das noch ein Buch? Natürlich nicht, pah!
Sie können sich ja dagegen wehren, dass Ihre Texte auf digitalen Medien erscheinen. Sollten Ihre Werke erfolgreich sein, wird sehr schnell jemand die Papiervorlage scannen und kostenlos ins Internet stellen. So schnell können Sie gar nicht das Wort Urheberrecht aussprechen. Da ist es doch besser, sie gleich digital verfügbar zu machen – egal, was Sie selbst davon halten.
Gehen Sie mir also weg mit Ihrem elitären Getue, denken Sie lieber darüber nach, ob es nicht vielleicht sinnvoll sein könnte, Kinderbücher für Nintendo DS herauszubringen. Sonst sind Sie die nächste Generation potentieller Leser los.
[Via Elke Heidenreichs ‘Weiterlesen!’ : Hausverbot fürs iPhone – Unterhaltung – Extra – STERN.DE
PS: Ich habe mal angefangen, eines Ihrer belletristischen Werke zu lesen (es war Kolonien der Liebe). Ich fand es langweilig und habe ein anderes Buch aus dem Regal genommen.
Kindle auf dem iPhone
Lieber Thomas,
auch wenn ich gerade ausreichend Lesestoff auf Papier habe, diese App konnte ich mir nicht entgehen lassen:
Kindle for iPhone. Du musst einen Account im amerikanischen iTunes Store haben. Wie du den einrichten kannst, zeige ich dir hier.
Mal sehen, ob ich auch amerikanische Bücher einkaufen kann.
[Gefunden bei Mac Essentials: das Weblog vom Leben mit dem Mac]
Tausche Buch gegen Rezension – iPhone 3G
Lieber Thomas,
wahrscheinlich war es schlau von dir, mit dem iPhone-Kauf bis jetzt zu warten. Denn alles, was du zu deinem neuen Telefon/Internet/iPod wissen musst, steht in einem neuen Buch: Es heißt iPhone 3G – iPod, Telefon und Internet und ist von mir.
Für mich ist es übrigens auch gut, dass du gewartet hast, denn bei jeder Frage kann ich sagen: Schau doch mal im Buch auf Seite soundso nach. Einfacher war Support noch nie.
Weil du mein Bruder bist, bekommst du ein Exemplar umsonst (ist doch klar).Für alle – Tausche Buch gegen Rezension
Für alle Mitlesenden gilt: Wenn du Blogger oder Journalist bist und meinem Buch eine Besprechung widmen möchtest, schreib mir über das Kontaktformular mit deiner URL und deiner Postanschrift. Dann bitte ich den Verlag, dir ein Buch zu schicken.Ich freue mich alle Rezension hier in diesem Blog und an anderen Stellen.
Ich lese “Die Zunge Europas”

“Die Zunge Europas” (Heinz Strunk)
Lieber Thomas,
gestern habe ich angefangen, das neue Buch von Heinz Strunk zu lesen. Es heißt “Die Zunge Europas”
Ich glaube, Heinz Strunk hat das Zeug zum writer’s writer. Das heißt, zu einem Autor, den auch Buchautoren lesen. Immerhin wird er von einem Sachbuchautoren (mir) gelesen. Und wer weiß, vielleicht wird das ja auch bei mir mal was mit der Belletristik.
Warum ich das meine? Wegen seiner Sprache:
Er schreibt ein wenig sperrig, aber er beobachtet gut und verwendet Bilder, die neu sind und gleichzeitig so auf der Hand liegen.
Und er verwendet abgelutschte Metaphern – mit Absicht, denn er schreibt seine Anmerkungen dazu.
Ich bin noch nicht sehr weit gekommen im Buch, da ich es gemeinsam mit Doro lese (Stichwort Vorlesen statt Fernsehen) werde aber hoffentlich bald noch mehr dazu schreiben.
Hans
PS: Ich weiß nicht, ob du es schon gelesen hast, aber Fleisch ist mein Gemüse ist auf jeden Fall lesenswert, auch wenn es schon verfilmt worden ist.
PPS: Wusstest du, dass die Belletristik nur knapp 20 Prozent des deutschen Buchmarkts ausmacht? Der Rest sind Computerlebenskochhilfesachbücher.
Axel Scheffler in der FAZ

Thomas, wahrscheinlich weißt du es schon, Axel Scheffler malt die schönsten Kinderbücher. Dazu gehören:
Diese vier Bücher haben wunderschöne Texte mit witzigen, liebevollen, wortspielerischen Reimen.
Leider gibt es aber ein paar Bücher, die keinen Spaß machen, weil das Übersetzen von Gedichten oft nur zwei Alternativen gibt.
- Lösen vom Originaltext und eigene Reime finden
- Übersetzen des Originaltextes mit holpriben Reimen
Und dann kommen diese Bücher heraus:
Lies doch diesen Artikel in der FAZ mal: Axel Schefflers Bilderwelten: Der Dämon mit den Kulleraugen – Kinderbuch – Feuilleton – FAZ.NET



Recent Comments