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	<title>Gebrüder Dorsch &#187; politik</title>
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	<description>Störung ernster Männer bei der Erfüllung schwerer Berufspflicht – Jetzt mit Fahrrad.io</description>
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		<title>Eure neuen Autos zahlen doch wir &#8211; 5 Gr&#252;nde, warum die Abwrackpr&#228;mie sch&#228;dlich ist</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 18:13:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auto / Motor]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrrad]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
		<category><![CDATA[stadtplanung]]></category>
		<category><![CDATA[unbekannt]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt, wo Daimler gerade Mut hatte, 200  Taxis zum Selbstfahren  in Ulm zu verteilen, die man einfach mietet und im Minutentakt bezahlt &#8211; auch wenn die Taxifahrer sich beschweren &#8211; k&#246;nnten mehr solcher Projekte gef&#246;rdert werden. 

...Warum sollte VW nicht kleine Stra&#223;enb&#228;hnchen bauen, die autark durch die Stadt fahren und Menschen auch au&#223;erhalb des Fahrplans benutzen k&#246;nnten &#8211; wenn die Leute es wollen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und ein paar Vorschl&#228;ge, was man noch mit dem Geld machen k&#246;nnte, gibt&#8217;s auch noch dazu.</p>

<p><img src="http://www.dorsch.com/wp-content/uploads/2009/04/henney-kilowatt.jpg" width="500" height="194" alt="Henney-Kilowatt.jpg" />
Elektroautos sind nicht die L&#246;sung, aber vielleicht ein Teil davon. Dieses hier ist aus den 50ern, der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Henney_Kilowatt">Henney Kilowatt</a></p>

<p>Lieber Thomas,</p>

<p>geht&#8217;s dir auch so wie mir? Ich bin sauer auf unsere Regierung und sorge mich um unser Land.</p>

<p>Ich lebe seit mehr als zehn Jahren ohne eigenes Auto. ich gehe zu Fu&#223;, fahre mit dem Fahrrad (ein Lastenrad), fahre Bahn nutze Car-Sharing, fahre Taxi. In dieser Reihenfolge. In der Gro&#223;stadt geht das auch mit Familie sehr gut. Von der Abwrackpr&#228;mie haben wir &#252;berhaupt nichts. Im Gegenteil. Sie schadet uns und allen anderen.</p>

<h3>1. Mehr Verkehr durch mehr Autos</h3>

<p>Wenn ein Auto da ist, wird es auch genutzt. Vor allem, wenn es neu ist. Das ist klar.<br />
Ein Bekannter von mir war lange Zeit &#252;berzeugter Fahrradfahrer, schleppte seine Kinder mit Fahrradanh&#228;nger und Regionalbahn in die entlegensten Gebiete der Republik. Seit er zuf&#228;llig zu einem eigenen Auto gekommen ist, sieht man ihn immer h&#228;ufiger auch auf kleinen Wegen mit dem Auto.</p>

<h3>2. Gute alte kommen weg</h3>

<p>Viele Autos werden ohne Not verschrottet. Ein neues Auto muss schon einiges bieten, um die Schadstoffbilanz eines Gebrauchten auszugleichen. (Ja, neue Autos sind sicherer. Das stimmt schon) Viele Altautos w&#228;ren aber auf moderne Techniken umr&#252;stbar. Hey, das w&#252;rde sogar Arbeitspl&#228;tze schaffen.<br />
Sogar echte Oldtimer lassen sich umbauen und weiter nutzen. Wie die putzige <a href="http://www.aussiefrogs.com/forum/showthread.php?p=581033">Dauphine</a>, die vor ein paar Jahren in gr&#246;&#223;eren Mengen von der <a href="http://feelgoodcars.com/">feelgoodcars</a> auf Elektroantrieb umger&#252;stet wurde. Da kann selbst ein Klassik-Enthusiast nichts dagegen haben.</p>

<h3>3. Neue Konzepte werden nicht unterst&#252;tzt</h3>

<p>Projekte wie <a href="http://www.car2go.com/portal/page/home.faces">Car2Go</a> von Daimler machen da weiter, wo die urspr&#252;nglichen Planungen den Kleinstwagen eigentlich schon vor 20 Jahren gesehen hatten, als der Smart von Nicolas Hayek zusammen mit VW geplant worden ist: als Teil einer Mobilit&#228;tskette aus &#246;ffentlichem und Individualverkehr. Davon war 1994 nichts mehr &#252;brig als ein Auto, das in Stuttgart quer in Parkpl&#228;tzen stehen durfte. Jetzt, wo Daimler gerade Mut hatte, 200 <em>Taxis zum Selbstfahren</em> in Ulm zu verteilen, die man einfach mietet und im Minutentakt bezahlt – auch wenn die Taxifahrer sich beschweren – k&#246;nnten mehr solcher Projekte gef&#246;rdert werden. Von mir aus auch der <a href="http://www.dorsch.com/2009/04/14/gmsegway-puma-12000000000/"><span class="caps">P.U.M.A</span></a> von Segway und <span class="caps">GM.</span></p>

<h3>4. Der Export hat gar nichts davon</h3>

<p>Die deutschen Autobauer leben doch vom Export. Und wer kauft die gef&#246;rderten Autos? Deutsche Autofahrer. Sollten die Autobauer nicht sehen, was sie f&#252;r andere L&#228;nder und deren Bev&#246;lkerung tun k&#246;nnen?</p>

<h3>5. Das Geld fehlt woanders</h3>

<p>Das Geld, das die Deutschen jetzt f&#252;r neue Autos ausgeben, fehlt ihnen f&#252;r andere Anschaffungen. Wer ein neues Auto kauft, verschiebt vielleicht die Anschaffung einer neuen K&#252;che oder einer neuen Heizung f&#252;r sein Haus. Oder er kauft doch nicht die Wohnung in der Stadt und bleibt in seiner Schlafstadt irgendwo au&#223;erhalb wohnen, weil da die Mieten immer g&#252;nstiger werden. Den Kredit – und wer kauft einen Neuwagen nicht auf Kredit – zahlt er jedenfalls die n&#228;chsten Jahr ab. Und so lange kann er sich andere sch&#246;ne Dinge nicht leisten. </p>

<h3>Aber was soll man tun?</h3>

<p>Jetzt noch ein paar Vorschl&#228;ge, wof&#252;r man das Geld ausgeben k&#246;nnte. Und zwar konsequent. Nicht f&#252;r winzige feigenblattgro&#223;e Pilotprojekte, sondern f&#252;r m&#228;chtige, wirksame Ma&#223;nahmen. <br />
Denn gro&#223;e Ver&#228;nderungen auch kulturelle, sind mit politischem Willen m&#246;glich. Dass Holland die Fahrradnation Nummer eins in der Welt ist, liegt nicht daran, dass seine B&#252;rger aus reiner Selbstdisziplin auf das Auto verzichten, sondern daran, dass ihnen die Nutzung des Fahrrads so leicht gemacht wird. Daf&#252;r sorgte das Land unter anderem mit dem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=QExnRr9VAJw&amp;fmt=18">Masterplan Fiets</a> (YouTube Video).</p>

<h3>1. Die regionalen Bahnen ausbauen und den Nahverkehr f&#246;rdern</h3>

<p>Nat&#252;rlich ist es eine sch&#246;ne Idee Idee, Radwege auf stillgelegten Eisenbahnlinien zu bauen. So k&#246;nnen Touristen auf pittoresken Strecken m&#252;helos die sch&#246;nen Ecken des Landes entdecken. Aber w&#228;re es nicht viel besser, stattdessen moderne Regionalz&#252;ge dort verkehren zu lassen? Aber Mist, das ist ja Sache der L&#228;nder, und nicht des Bundes. Egal, einen Vorschlag ist es Wert. Und wenn schon keine Bahn f&#228;hrt, dann vielleicht einen ordentlichen Busverkehr Auch auf dem Land. Dann m&#252;ssten die Jugendlichen nicht unbedingt mit dem Auto in die Disko fahren (weniger Unf&#228;lle mit jungen arbeitsf&#228;higen Menschen = mehr Geld in der Steuerkasse). Und die Bahn w&#252;rde vielleicht andere Kunden gewinnen als Sch&#252;ler und Rentner.</p>

<p>Alle regionalen Verkehrsbetriebe sind ein Zuschussgesch&#228;ft. Warum also nicht gleich noch was drauflegen und den B&#252;rgern den Umstieg schmackhaft machen. Aber, schon wieder Mist, das ist ja Sache der Kommunen und nicht des Staates. Vielleicht w&#252;rden Menschen sogar mit dem Bus in die Stadt fahren um dort ihr Geld auszugeben, dass dann auch wieder Steuern bringt.</p>

<h3>2. St&#228;dte lebenswert machen </h3>

<p>Wie sind wir eigentlich dazu gekommen, die Gestaltung unserer Lebensr&#228;ume v&#246;llig dem Auto unterzuordnen. Warum nehmen wir hin, dass wir permanent schlechte Luft atmen m&#252;ssen. Warum lassen wir uns L&#228;rmschutzfenster einbauen (vom Staat gef&#246;rdert), damit wir wenigstens im Haus Ruhe vom <a href="http://www.umgebungslaerm-kartierung.nrw.de/laerm/viewer.htm">Stra&#223;enl&#228;rm</a> haben. Schick wir doch den Verkehr unter die Erde und machen eine dicke D&#228;mmplatte mit gr&#252;nen Pl&#228;tzen oben drauf.</p>

<p>Warum fahren wir unsere Kinder mit dem Auto durch die Stadt zum Kinderturnen, wenn sie doch eigentlich nur ein wenig herumrennen m&#246;chten, das aber im &#246;ffentlichen Raum nicht mehr k&#246;nnen, weil &#252;berall Autos fahren und stehen. Sollen doch die Autos weg aus den Stra&#223;en, damit kleine Kinder sehen k&#246;nnen, wer auf der anderen Stra&#223;enseite geht.</p>

<p>Warum werden kleine Einkaufsstra&#223;en monatelang umgebaut um danach nichts anderes mehr zu sein als ein gro&#223;er Parkplatz. Am <a href="http://www.sightwalk.de/index.html#pano=94463">Eigelstein</a> in K&#246;ln muss man mit dem Kinderwagen oft bis zur n&#228;chsten Einm&#252;ndung gehen, damit man endlich &#252;ber die Stra&#223;e &#252;berqueren kann. Warum glauben eigentlich die Einzelh&#228;ndler, dass niemand mehr kommt, wenn sie keine Parkpl&#228;tze mehr vor der T&#252;r haben. Weil die meisten von ihnen mit dem Gedanken aufgewachsen sind, dass das Auto das Fortbewegungsmittel Nummer Eins ist. Pflanzen wir doch B&#228;ume dorthin wo heute Autos parken und spenden den Eink&#228;ufern ein wenig Schatten spendet im Sommer. Die Leute werden merken, dass man nicht nur beim Discounter im Industriegebiet einkaufen kann. F&#252;r das gesparte Fahrgeld (ja, Auto fahren kostet Geld) kann man ein bisschen teurer in der City einkaufen.  </p>

<p>Zu Fu&#223; gehen kann Spass machen, wirklich, wenn man dabei nicht auf einen handtuchbreiten Streifen am Rande des Gro&#223;parkplatzes gedr&#228;ngt wird. Der B&#252;rgersteig an sich ist ja schon eine fragw&#252;rdige Errungenschaft der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki">Gr&#252;nderzeit</a>/Gr&#252;nderzeit, als der Fahrverkehr so stark zunahm, dass man die Verkehrswege f&#252;r den Fahr- und den Fu&#223;g&#228;ngerverkehr trennte. Bem&#252;hte man sich damals noch, Wege zu schaffen, die ein Promenieren auch in Gruppen erm&#246;glichten, st&#246;&#223;t man heute schon am Autospiegel an, wenn man ein kleines Kind neben sich an der Hand f&#252;hren will. (Die Autohersteller bauen deshalb schon Spiegel an, die sich beim Abstellen des Motors ganz verr&#252;ckt verdrehen und an die Scheiben anlegen).</p>

<h3>3. Quartiergaragen bauen</h3>

<p>Gibt es ein Grundrecht auf einen Parkplatz vor der T&#252;r? Nicht dass ich w&#252;sste. Viele Stra&#223;en sind nur deshalb so schmal, weil Links und rechts Autos parken. Eine Garage f&#252;r jedes Viertel, zu Fu&#223; nicht weiter als 500 Meter entfernt, w&#228;re eine Alternative. Dort st&#252;nde das Auto sicher und gesch&#252;tzt. Und Erwachsene und Kinder h&#228;tten mehr Platz zum Bewegen. Vielleicht k&#246;nnte man sogar auf dem Weg zur Quartiergarage eine Bushaltestelle einrichten. Und vielleicht w&#252;rden dann mehr Leute einfach in den Bus steigen, statt weiter zur Garage zu laufen. </p>

<h3>4. Shared Spaces einrichten</h3>

<p>Die freigewordenen Stra&#223;en k&#246;nnte man gleich noch lebensfreundlicher machen, indem man die Hierarchie von Auto, Fahrrad, Fu&#223;g&#228;nger aufhebt, und alle gleichberechtigt auf die Stra&#223;e schickt. Keine Schilder und nur noch eine Verkehrsregel, n&#228;mlich <em>rechts vor links</em>. <a href="http://www.shared-space.org/">Shared Space</a> nennt sich das Modell &#8211; und es ist einen Versuch wert. </p>

<h3>5. Fahrradverkehr ausbauen </h3>

<p>Warum nicht &#252;berdachte Fahrradhighways bauen? Da kostet der Kilometer bestimmt weniger als eine Autobahnspur und sorgt f&#252;r Auftr&#228;ge bei den Baufirmen und f&#252;r Staunen im Rest der Welt. W&#252;rde di Welt nicht staunen &#252;ber &#252;berdachte und beleuchtete Wege, die sich elegant durch die Gegend schl&#228;ngeln, so wie sie bis heute <a href="http://houstonfreeways.com/preview.aspx">Autobahnen verehren</a>.<br />
Die sch&#246;nsten Parkanlagen der Welt entstanden allein aus Prunk- und Geltungssucht der Monarchen und Regierungen. Zum Beispiel <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss">Schloss Schlei&#223;heim</a>_Schlei&#223;heim oder der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Olympiapark_">M&#252;nchner Olympiapark</a>(M&#252;nchen).</p>

<p>&#220;brigens gibt es auch ein Wirtschaftssystem um das Fahrrad herum: Fahrradhersteller, Bekleidung- und Zubeh&#246;r, L&#228;den, Reparaturwerkst&#228;tten. Dazu gibt es auch noch ein paar Dienstleistungen drumherum. Fahrradstationen, Vermieter. Und da kann durchaus noch mehr entstehen.</p>


<h3>6. Neue Konzepte f&#252;r den Individualverkehr unterst&#252;tzen</h3>

<p>Autohersteller m&#252;ssen ja nicht immer nur Autos bauen. Es gab auch Kutschenhersteller, die sich neue M&#246;glichkeiten erschlossen haben, als die pferdelosen Wagen popul&#228;r wurden (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Karmann#1901_bis_1945">Karmann</a> ging aus einem solchen hervor). Opel hat ja auch mit N&#228;hmaschinen angefangen und Motorr&#228;der hergestellt, als die Bev&#246;lkerung sie haben wollte. Warum sollte VW nicht kleine Stra&#223;enb&#228;hnchen bauen, die autark durch die Stadt fahren und Menschen auch au&#223;erhalb des Fahrplans benutzen k&#246;nnten – wenn die Leute es wollen.</p>

<h3>7. Mal &#252;berlegen, ob ein Leben wirklich nur auf Konsum aufbauen kann</h3>

<p>Jeder sollte sich Annie Leonards <a href="http://www.storyofstuff.com/international/">Story of Stuff</a> anschauen. Und dann dar&#252;ber nachdenken, ob der Konsum wirklich die einzige Grundlage einer Gesesllschaft sein kann.</p>

<h3>Quellen und Links</h3>

<p><a href="http://delicious.com/blume2000/verkehr">Hier habe ich noch ein paar Links zum Thema Verkehr gesammelt</a></p>

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