AGIRAP & PCD: Schutzgebiete und Küstenfischerei in Madagaskar

Die beiden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) finanzierten Programme AGIRAP – Unterstützung für das Integrierte Management des Netzwerks der Schutzgebiete der Madagaskar Nationalparks (MNP) und PCD – Nachhaltige Küstenfischerei (MNP) tragen zu zwei spezifischen Zielen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Madagaskar bei:
 

  • Nachhaltiges Integriertes Management der Nationalparks und Schutzgebiete Madagaskars (AGIRAP), mit Fokus auf den Schutz und das nachhaltige Management von (42+) Parks und Reservaten; und
  • Verbesserung der nachhaltigen Küstenfischerei (PCD), durch die Einrichtung und Unterstützung von 254 lokal verwalteten Meeresgebieten (LMMA) in 11 großflächigen Küstenprojektregionen, in Zusammenarbeit mit NGOs.

Das übergeordnete Ziel beider Programme ist das nachhaltige, kollaborative Management terrestrischer, küstennaher und mariner Schutzgebiete und ihrer natürlichen Ressourcen, das sowohl zum Erhalt der Biodiversität als auch zu einer gerechten und gemeinsamen Vorteilsnahme für die ländliche Bevölkerung im Sinne der sozioökonomischen Entwicklung beiträgt.

Areas of Expertise

  • Umwelt & Gesellschaft
  • Management natürlicher Ressourcen
  • Governance, Frieden & Zusammenhalt
  • Klimaschutz & Klimaresilienz

Gesellschaften

Dorsch Impact

Auftraggeber

Madagascar National Parks (MNP), finanziert durch die KfW Entwicklungsbank.

Dauer

Von 2024 bis 2028

Standort

Madagaskar

Projektleistungen

Programme 1: AGIRAP

Dorsch Impact unterstützt die fünf zentralen Handlungsfelder des Strategischen Entwicklungsplans von Madagascar National Parks (MNP):

  • Handlungsfeld 1: Schutz der terrestrischen und marinen Biodiversität
  • Handlungsfeld 2: Co-Management, Entwicklung und Schutzmaßnahmen
  • Handlungsfeld 3: Finanzielle Nachhaltigkeit und Partnerschaften
  • Handlungsfeld 4: Governance und Management
  • Handlungsfeld 5: Reputation und Rechenschaftspflicht

Programm 2: Nachhaltige Küstenfischerei (PCD)

  • Bereitstellung von Co-Management-Leistungen für lokal verwaltete Meeresgebiete (Locally Managed Marine Areas, LMMA) sowie Unterstützung bei der Weiterentwicklung des rechtlichen Rahmens für deren gemeinschaftliches Management.
  • Förderung nachhaltiger Marikultur und Aquakultur sowie Stärkung von Partnerschaften für nachhaltige Fischerei und Ökotourismus; Förderung alternativer einkommensschaffender Aktivitäten zur Verringerung der Abhängigkeit von der Küstenfischerei sowie Unterstützung einer nachhaltigen Küstenfischerei und eines verbesserten Marktzugangs für Meeresprodukte.
  • Förderung des Wissensaustauschs und der Vernetzung zwischen den Managements der LMMAs.
  • Baut auf PCD I (2018–2024) und PCD II (2022–2025) auf: Von der Etablierung und Stärkung von LMMA-Governance und Fischereiproduktivität (PCD I) bis zur Ergänzung einer fokussierten Mangrovenschutz- und nachhaltigen Nutzungs-Komponente (PCD II). PCD III (2025–2029 geplant) verlagert den Schwerpunkt auf lokal verankerte Wertschöpfungsketten und gerechte Einkommensgenerierung, wobei die Errungenschaften der früheren Phasen konsolidiert werden.

Unterstützungsleistungen für das Verwaltungs- und Finanzmanagement (Programme 1 und 2)

  • Unterstützung bei Mechanismen zur Auffüllung von Fonds und Durchführung von Audits.
  • Unterstützung eines umfassenden Budgetmanagements für MNP und Partner-NGOs.
  • Bereitstellung von Beratungsleistungen zur Strukturierung des administrativen und finanziellen Monitorings, enge Zusammenarbeit mit dem Management-Kontrollteam und internen Auditoren zur Stärkung der internen Kontrollen.
  • Überprüfung der Beschaffungsrichtlinien und Stärkung der Teamkompetenzen bei gleichzeitiger Unterstützung der Entwicklung effizienter Beschaffungsprozesse und -richtlinien.

Impact

  • Stärkung der lokalen Meeres-Governance: 127 LMMAs wurden eingerichtet und unterstützt; mehr als 3.000 Personen wurden im Management mariner und küstennaher Ressourcen geschult; 100 % der LMMAs verfügen über ein funktionsfähiges Monitoring und DINA*-Management.
  • Professionalisierung der Kleinfischerei: 7.657 Fischer erhielten Berufsausweise; 1.889 Pirogen wurden registriert.
  • Höhere Produktivität und Einkommen: Der Fang pro Aufwandseinheit stieg um 59,8 % von 8,27 auf 13,82 kg pro Tag und Person; 5.981 Personen wurden in einkommensschaffenden Aktivitäten geschult; 8.844 Haushalte profitieren; das Einkommen aus dem direkten Verkauf von Meeresprodukten stieg um 60 %, das jährliche Haushaltseinkommen aus nicht fischereibezogenen Tätigkeiten um 36 %.
  • Größere Reichweite und Schutz von Ökosystemen: PCD I–II erreichten 305 Dörfer, 61.645 Haushalte und 308.225 Menschen; 49.487 ha Mangroven stehen im Fokus. PCD III soll rund 500.000 Begünstigte erreichen und lokal verankerte Wertschöpfungsketten für eine gerechte Verteilung der Einnahmen ausbauen.
  • Verankerung von Geschlechtergerechtigkeit: Gender-Aspekte sind in den Schutzmechanismen der Programme (SGES/CGES), den lokalen Beteiligungsplänen (PEPC) und den Verträgen integriert. Dabei werden die führenden Rollen von Frauen in marinen Wertschöpfungsketten – etwa bei Verarbeitung, Verpackung, Lagerung und Finanzmanagement – berücksichtigt, um eine gerechte Teilhabe und Nutzenverteilung in 24 zentralen Programm- und Projektdokumenten sicherzustellen.

Unser Beitrag zu den UN-Nachhaltigkeitszielen

Wir haben uns verpflichtet, einen positiven Beitrag zu leisten und unterstützen die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs). Dieses Projekt trägt zu den folgenden SDGs bei:

Keine Armut
Geschlechtergleichheit
Nachhaltige Städte und Gemeinden
Nachhaltige/r Konsum und Produktion
Maßnahmen zum Klimaschutz
Leben unter Wasser
Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

Gesellschaften

Dorsch Impact

Projektbilder

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Mangroves. © Madagascar National Parks
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View of the sea through mangroves. © Madagascar National Parks
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Fisher boats. © Madagascar National Parks
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Sunset over mangroves. © Madagascar National Parks