Berufsbildung und Beschäftigungschancen in Anbar
Das Gouvernement Anbar im Irak wurde durch Krieg und den verzögerten Wiederaufbau schwer getroffen. Vielen Gemeinschaften fehlen dadurch Möglichkeiten für langfristig gesicherte Lebensgrundlagen. Zur Unterstützung des Wiederaufbaus nach dem Konflikt in Heet, Ramadi und Fallujah konzentriert sich das Projekt ARILA auf drei miteinander verbundene Komponenten: die Wiederherstellung und Sanierung grundlegender Versorgungsleistungen, die Stärkung der Beziehungen zwischen Bevölkerung und Staat sowie die Verbesserung der Lebensgrundlagen durch berufliche Bildung und die Unterstützung von Unternehmen außerhalb des Agrarsektors.
Das Projekt beruht auf dem Ansatz, dass gut ausgebildete lokale Arbeitskräfte die durch wachsende Unternehmen entstehenden offenen Stellen besetzen und damit Einkommen und Produktivität steigern können. Dorsch Impact und der Konsortialpartner bbw sind dafür verantwortlich, die Kapazitäten von Berufsbildungseinrichtungen wie dem Berufsbildungszentrum Ramadi und den Jugendzentren auszubauen, damit diese moderne, branchenrelevante Kurse anbieten können. Ein besonderer Schwerpunkt liegt darauf, arbeitslosen Jugendlichen, Frauen, ehemaligen Binnenvertriebenen (Internally Displaced Persons, IDPs) und den Aufnahmegemeinschaften den Zugang zu besseren Beschäftigungsmöglichkeiten zu erleichtern und ihnen eine Beteiligung an der wirtschaftlichen Erholung der Region zu ermöglichen.
Areas of Expertise
- Umwelt & Gesellschaft
- Kompetenzentwicklung & Wirtschaftsförderung
Gesellschaften
Dorsch Impact
Auftraggeber
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Dauer
Von 2023 bis 2025
Standort
Anbar, Irak
Projektleistungen
Dorsch Impact und bbw sind für die Entwicklung arbeitsmarktrelevanter Kompetenzen der Projektteilnehmenden verantwortlich. Dadurch soll der Übergang in Beschäftigungsverhältnisse im Baugewerbe, im Handel und im Handwerk unterstützt werden. Gleichzeitig werden die institutionellen und individuellen Kapazitäten der Anbieter technischer und beruflicher Aus- und Weiterbildung (Technical and Vocational Education and Training, TVET) in Anbar gestärkt.
Darüber hinaus arbeiten Dorsch Impact und bbw eng mit regionalen Arbeitgebern zusammen, um die Arbeitsmarktrelevanz der Kurzzeitqualifizierungen sowie den Erfolg der vorgesehenen Vermittlungs- und Beschäftigungsmaßnahmen sicherzustellen.
- Entwicklung von Kurzzeitqualifizierungen für nicht landwirtschaftliche Wirtschaftszweige, die sowohl fachliche als auch überfachliche Kompetenzen vermitteln
- Stärkung der Leitungs- und Lehrkompetenzen von Berufsbildungszentren (Vocational Training Centres, VTCs)
- Pilotierung und Umsetzung der neu entwickelten Ausbildungspakete
- Vermittlung von Teilnehmenden an lokale Arbeitgeber
- Durchführung arbeitsmarktrelevanter Kurzzeitqualifizierungen für Binnenvertriebene (Internally Displaced Persons, IDPs) und vulnerable Gruppen
Impact
Arbeitsmarktrelevante Qualifizierungsangebote für 1.320 Teilnehmende, darunter 274 Frauen und 545 junge Menschen
Verbesserte Beschäftigungsmöglichkeiten und Unterstützung der wirtschaftlichen Stabilisierung nach dem Konflikt
- Gestärkte institutionelle Kapazitäten lokaler Berufsbildungsanbieter, die eine eigenständige Fortführung der Qualifizierungsangebote über die Projektlaufzeit hinaus ermöglichen
- Stärkere Einbindung der Privatwirtschaft in die Lehrplanentwicklung zur langfristigen Verbesserung der Relevanz und Qualität der beruflichen Bildung
- Verbesserte Lebensgrundlagen und sozioökonomische Teilhabe für binnenvertriebene und vulnerable Bevölkerungsgruppen in Heet, Ramadi und Fallujah
Unser Beitrag zu den UN-Nachhaltigkeitszielen
Wir haben uns verpflichtet, einen positiven Beitrag zu leisten und unterstützen die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs). Dieses Projekt trägt zu den folgenden SDGs bei:
Gesellschaften
Projektbilder
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