Entwicklung der Wasserinfrastruktur und wirtschaftlicher Chancen im ländlichen Tunesien
Das Projekt Agricultural and Rural Development Around Hill Lakes II (DARAL II) zielt darauf ab, die Lebensbedingungen in den Regionen Norden und Zentralwesten Tunesiens (Gouvernements Kasserine, Siliana und Jendouba) nachhaltig zu verbessern. Das Projekt zielt darauf ab, die Wasserverfügbarkeit und das Wassermanagement zu verbessern und gleichzeitig Beschäftigung und Kapazitätsentwicklung zu fördern.
Das Projekt unterstützt elf lokale Gebietskörperschaften bei der Entwicklung oder Weiterentwicklung von lokalen Entwicklungsplänen (Local Development Plans, LDPs) im Rahmen eines partizipativen Planungsprozesses. Es wurde an 18 Standorten umgesetzt. Auf Grundlage dieser LDPs werden Aktionspläne für integriertes Wasserressourcenmanagement (Integrated Water Resources Management Action Plans, IWRMAPs) einschließlich technischer Studien erarbeitet.
Zu den Maßnahmen zählen Infrastrukturmaßnahmen wie Boden- und Wasserschutz, die Sanierung kleiner Stauseen und Rückhaltebecken in Hügellagen (Hill Lakes) und wasserbaulicher Anlagen sowie Schulungen und einkommensschaffende Maßnahmen. Der Consultant leistet technische Unterstützung (Technical Assistance, TA) für die Projektdurchführungseinheit (Project Management Unit, PIU), um eine reibungslose Umsetzung sicherzustellen. Dabei stehen partizipative Methoden in allen Phasen im Vordergrund.
Areas of Expertise
- Wasser
- Wasserwirtschaft
- Siedlungswasserwirtschaft
- Nachhaltige Landwirtschaft
Gesellschaften
Dorsch Impact
Auftraggeber
Ministerium für Landwirtschaft, Wasserressourcen und Fischerei / Generaldirektion für die Bewirtschaftung und Erhaltung landwirtschaftlicher Flächen (DGACTA) / finanziert durch die KfW Entwicklungsbank und die Europäische Union (EU)
Dauer
Von 2025 bis 2029
Standort
Governorates of Kasserine, Siliana, and Jendouba, Tunesien
Projektleistungen
- Phase 1: Unterstützung der Projektdurchführungseinheit (Project Management Unit, PMU) beim Projektaufbau sowie Unterstützung der lokalen Gebietskörperschaften bei der Entwicklung oder Weiterentwicklung lokaler Entwicklungspläne (Local Development Plans, LDPs) durch Datenerhebung, partizipative Bestandsanalyse und Validierung.
- Phase 2: Erarbeitung von Aktionsplänen für integriertes Wasserressourcenmanagement (Integrated Water Resources Management Action Plans, IWRMAPs). Dazu gehören partizipative Bestandsanalysen, die Identifizierung und Priorisierung von Maßnahmen zur Mobilisierung und zum Schutz der Wasserressourcen, die Einbindung relevanter Akteure, Kostenschätzungen sowie Umwelt- und Sozialmanagementpläne.
- Phase 3: Erstellung detaillierter Planungen für umfangreiche Infrastrukturmaßnahmen, beispielsweise Wasserversorgung, Bewässerung, Wege und die Sanierung von Wasserstellen. Hinzu kommen die Vorbereitung der Vergabe, die Unterstützung bei der Präqualifikation sowie Unterstützung der Ausschreibungsverfahren.
- Phase 4: Überwachung und Begleitung der Bauarbeiten, Management der Auswirkungen in den Bereichen Umwelt, Soziales, Gesundheit und Sicherheit (Environmental, Social, Health and Safety, ESHS) sowie Überwachung des Verfügungsfonds.
- Phase 5: Umsetzung einkommensschaffender Maßnahmen für Landwirtinnen und Landwirte.
- Phase 6: Durchführung von Schulungen für landwirtschaftliche Organisationen, Genossenschaften und landwirtschaftliche Entwicklungsgruppen einschließlich Tarifstudien.
- Phase 7: Koordination, Monitoring und Berichterstattung sowie Entwicklung einer Kommunikationsstrategie.
Impact
- Verbesserte sozioökonomische Lebensbedingungen der ländlichen Bevölkerung in 18 ausgewählten Wassereinzugsgebieten und elf Gemeinden in drei Gouvernements
- Dauerhafte gemeinsame Bewirtschaftung von mehr als 50 Prozent der Standorte unter Beteiligung von Nutzerverbänden
- Frauenanteil von mindestens 15 Prozent in Entscheidungspositionen
- Kostendeckungsgrad von 90 Prozent für die Instandhaltung kleiner Stauseen und Rückhaltebecken in Hügellagen (Hill Lakes)
Unser Beitrag zu den UN-Nachhaltigkeitszielen
Wir haben uns verpflichtet, einen positiven Beitrag zu leisten und unterstützen die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs). Dieses Projekt trägt zu den folgenden SDGs bei: