HaLiMa: Hochwasserschutz und Gewässerrevitalisierung an der Lippe
Das Hochwasserschutzprojekt „HaLiMa“ verbindet langfristigen Hochwasserschutz mit der ökologischen Entwicklung der Lippe: Zwischen Haltern am See entsteht ein Flussraum, der Menschen und Natur gleichermaßen zugutekommt.
Hintergrund sind bergbaubedingte Bodensenkungen entlang der Lippe. Sie erhöhen das Hochwasserrisiko und schränken die natürliche Entwicklung des Flusses ein.
Gemeinsam mit dem Lippeverband werden die Deiche auf einer Länge von mehr als fünf Kilometern zurückverlegt. Dadurch entstehen rund 60 Hektar neue Auen- und Retentionsflächen, die den Hochwasserschutz langfristig sichern und gleichzeitig neue Lebensräume schaffen. Ein rund zwei Kilometer langer Flussabschnitt wird so umgestaltet, dass sich die Lippe wieder naturnah entwickeln kann. Für die Verfüllung des bisherigen Flussabschnitts werden Materialien aus den ehemaligen Deichen wiederverwendet und so Ressourcen geschont.
Disziplinen
- Wasser
- Watersheds
- Hochwasserschutz
- Management natürlicher Ressourcen
- Wasser & Umwelt
Gesellschaften
spiekermann ingenieure gmbh
Auftraggeber
Lippeverband
Dauer
Von 2004 bis 2027
Standort
Haltern am See / Marl, Deutschland
Bausumme
120 Mio. €
Projektleistungen
- Objektplanung Ingenieurbauwerke Lph 1-9
- Tragwerksplanung Lph 1-6
- Technische Ausrüstung (PW) Lph 1-9
- Hydraulik
- Bauüberwachung
- Bodenmanagement
Nutzen
- Deichneubau: 5.6 km (Nord- und Südufer), bis zu 13.5 m hoch
- Auenentwicklung: ca. 60 ha neue Retentionsflächen (neuer Lebensraum)
- Flussrevitalisierung auf 2 km Länge
- Bodenbedarf: ca. 3'400'000 m³
- Neubau 2 Pumpwerke bis 1500 l/s
Unser Beitrag zu den UN-Nachhaltigkeitszielen
Wir haben uns verpflichtet, einen positiven Beitrag zu leisten und unterstützen die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs). Dieses Projekt trägt zu den folgenden SDGs bei: