Nachhaltige Arbeitsmarktintegration junger Menschen in Algerien
In Algerien zielt das Programm AEDA II (Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit von Absolventinnen und Absolventen beruflicher Bildungseinrichtungen) darauf ab, die Beschäftigungsfähigkeit der Absolventinnen und Absolventen zu verbessern und den Beitrag des nationalen Systems der technischen und beruflichen Aus- und Weiterbildung (TVET) zu einem nachhaltigen und inklusiven Wirtschaftswachstum zu stärken. Das Projekt fördert die nachhaltige Integration junger Menschen, insbesondere von Frauen, in den Arbeitsmarkt.
Der algerische Arbeitsmarkt ist durch eine hohe Jugendarbeitslosigkeit, Diskrepanzen zwischen vorhandenen Qualifikationen und den Anforderungen des Arbeitsmarktes sowie die Notwendigkeit einer wirtschaftlichen Diversifizierung geprägt. Die Strukturen der Berufsbildung müssen modernisiert und stärker am Bedarf des Arbeitsmarktes ausgerichtet werden, um Absolventinnen und Absolventen auf eine Beschäftigung in zentralen Wirtschaftssektoren vorzubereiten.
AEDA II unterstützt das Ministerium für berufliche Aus- und Weiterbildung (MFEP) bei der Modernisierung der Ausbildungsstrukturen und der Stärkung institutioneller, pädagogischer und partnerschaftlicher Kapazitäten. Die Ausbildungsprogramme orientieren sich am tatsächlichen Bedarf des Arbeitsmarktes und berücksichtigen digitale, ökologische und inklusive Ansätze. Unter Federführung von Dorsch Impact und gemeinsam mit Ginger SOFRECO (Ginger Group) und CESI Algérie mobilisiert das Projekt nationale und internationale Fachkompetenz, um innovative Kooperationsmodelle zwischen Berufsbildungseinrichtungen und Unternehmen zu entwickeln. Gestärkte öffentlich-private Partnerschaften und bedarfsorientierte Ausbildungsangebote tragen zum Aufbau einer qualifizierten und anpassungsfähigen Fachkräftebasis bei, die Algeriens Übergang zu einer stärker diversifizierten Wirtschaft unterstützt.
Areas of Expertise
- Umwelt & Gesellschaft
- Kompetenzentwicklung & Wirtschaftsförderung
Gesellschaften
Dorsch Impact
Auftraggeber
Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Dauer
Von 2025 bis 2027
Standort
Algerien
Projektleistungen
Projektmanagement und operative Umsetzung
- Fachliche und operative Umsetzung der fünf Arbeitspakete
- Personalmanagement einschließlich Rekrutierung, Schulung, fachlicher Begleitung und Koordination
- Finanz- und Verwaltungsmanagement einschließlich Budgetplanung, Ausgabensteuerung und Rechnungsstellung
- Bereitstellung der für die Projektumsetzung erforderlichen Materialien und Ausstattungen
- Monitoring, Berichterstattung sowie Aufbereitung und Sicherung von Wissen
- Einhaltung der GIZ-Standards zu Qualität, Sicherheit, Gender, Umwelt und Datenschutz gemäß Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)
- Fachliche Begleitung (Backstopping) und Qualitätssicherung sämtlicher Projektaktivitäten und -ergebnisse
Zentrale Leistungen
- Neue Lehrpläne und pädagogische Materialien
- Schulungs- und Coachingmaßnahmen für Lehrkräfte und Ausbildende
- Entwicklung und Einführung einer digitalen Plattform und des E-Lab-Modells
- Kooperationsvereinbarungen zwischen Berufsbildungseinrichtungen und Unternehmen
- Gender-Aktionsplan
Impact
Nutzen für die Zielgruppen
Junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren, insbesondere Frauen und arbeitslose Absolventinnen und Absolventen, bilden die Hauptzielgruppe. Bis 2028 sollen folgende Wirkungen erreicht werden:
- Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit von 1.500 jungen Menschen durch technische Ausbildungsangebote oder kurze Auffrischungsprogramme; mindestens 300 Frauen profitieren unmittelbar
- Ausbau der beruflichen Kompetenzen von 720 Begünstigten, darunter 216 Frauen, gemessen anhand von Selbsteinschätzungen und der Integration in den Arbeitsmarkt
- Abbau von Zugangsbarrieren für Frauen in technischen Berufsfeldern wie erneuerbare Energien, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie grünes Unternehmertum durch gezielte Maßnahmen wie Mentoring für Frauen, inklusive Schulungsangebote und Unterstützung beim Berufseinstieg
Auswirkungen auf Institutionen und Systemakteure (MFEP, TVET-Einrichtungen und Unternehmen)
Das Projekt unterstützt die strukturelle Weiterentwicklung des algerischen Berufsbildungssystems:
- Berufsbildungseinrichtungen werden durch formalisierte Partnerschaftsvereinbarungen und die in der ersten Phase entwickelte und landesweit ausgeweitete sektorübergreifende digitale Plattform zu aktiven Partnern der Unternehmen
- Lehrkräfte und betriebliche Ausbildungsverantwortliche stärken ihre pädagogischen und digitalen Kompetenzen durch praxisorientierte Schulungsprogramme und die Inbetriebnahme des El Rahmania E-Lab als nationales Zentrum für digitale Innovation in der Berufsbildung
- Das Ministerium für berufliche Aus- und Weiterbildung (MFEP) erhält methodische Unterstützung und Beratung, um digitale Verfahren sowie Gender- und Marktanalysen dauerhaft in seinen Arbeitsabläufen zu verankern
Systemischer und nachhaltiger Impact
Die angestrebten Wirkungen auf nationaler Ebene reichen über die unmittelbar Begünstigten hinaus:
- Dauerhafte Stärkung öffentlich-privater Kooperationsmechanismen und Einbindung öffentlicher Berufsbildungseinrichtungen in lokale Wirtschaftsstrukturen, einschließlich der gemeinsamen Bewertung und Anerkennung von Kompetenzen mit Unternehmen
- Modernisierung der Lehrpläne durch die Integration von Nachhaltigkeit, Digitalisierung und kompetenzorientiertem Unterricht, um Ausbildungsangebote besser auf den Bedarf des Arbeitsmarktes abzustimmen
- Institutionelle Verankerung inklusiver und gendersensibler Ansätze, um der derzeit niedrigen Erwerbsbeteiligung von Frauen von 17 Prozent entgegenzuwirken
- Unterstützung bei der Formalisierung von Beschäftigung, Förderung qualifizierter Selbstständigkeit und Vermittlung der Kompetenzen, die junge Menschen für Unternehmensgründungen im Einklang mit den rechtlichen Rahmenbedingungen benötigen
Unser Beitrag zu den UN-Nachhaltigkeitszielen
Wir haben uns verpflichtet, einen positiven Beitrag zu leisten und unterstützen die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs). Dieses Projekt trägt zu den folgenden SDGs bei: