Sanierung des King Abdullah Canal für mehr Wassersicherheit
Die zunehmende Wasserknappheit in Jordanien, verschärft durch den Klimawandel und das Bevölkerungswachstum, stellt insbesondere in Amman und Irbid eine große Herausforderung für eine nachhaltige Stadtentwicklung dar. Im nördlichen Abschnitt des King Abdullah Canal (KAC) treten erhebliche Wasserverluste auf. Dadurch verringert sich die für diese Städte verfügbare Trinkwassermenge und die Abhängigkeit von kosten- und energieintensiven Alternativen wie Meerwasserentsalzung und Tiefbrunnenfeldern nimmt zu.
Das Projekt wird in einer Arbeitsgemeinschaft mit Al-Mustashar lil Handasah CO, Engicon (Jordanien) und der Société du Canal de Provence et d'Aménagement de la Région Provençale (SCP) (Frankreich) umgesetzt. Ziel ist es, die Wasserverluste im nördlichen Abschnitt des KAC zu reduzieren und die Trinkwasserversorgung von Amman und Irbid zu erhöhen.
Das Projekt umfasst die Sanierung von 65 km des Kanals durch den Einbau von Betonplatten und einer wasserdichten HDPE-Auskleidung. Darüber hinaus wird die erforderliche Betriebs- und Wartungsausrüstung bereitgestellt, um einen effizienten Betrieb und die langfristige Funktionsfähigkeit des Kanals sicherzustellen.
Sämtliche Bauarbeiten werden unter Einhaltung strenger Umwelt-, Sozial- und Arbeitsschutzstandards durchgeführt. Die vollständige Betriebsfähigkeit sowie die Abnahme der Ausrüstung werden ein Jahr nach der Inbetriebnahme bestätigt.
Areas of Expertise
- Wasser
- Wasserversorgung
- Wasserwirtschaft
- Siedlungswasserwirtschaft
- Nachhaltige Landwirtschaft
- Klimaschutz & Klimaresilienz
Gesellschaften
Dorsch Impact
Auftraggeber
Jordan Valley Authority (JVA), finanziert durch die deutsche Bundesregierung über die KfW Entwicklungsbank.
Dauer
Von 2025 bis 2031
Standort
Amman und Irbid, Jordanien
Projektleistungen
- Erstellung des Projektbriefs unter Einbeziehung der Ergebnisse der Machbarkeitsstudien und der Baseline-Analyse sowie Beschreibung des RMMV-Systems.
- Durchführung detaillierter topografischer und technischer Vermessungen als Grundlage für die Planung und das Leistungsverzeichnis.
- Entwicklung eines Bauablauf- und Umsetzungskonzepts, um den kontinuierlichen Betrieb des Kanals während der Sanierungsarbeiten sicherzustellen.
- Erstellung der Ausführungsplanung für die Sanierung des King Abdullah Canal (KAC) sowie der Vorplanung für die Photovoltaikanlage einschließlich Betriebs- und Wartungskonzepten (O&M).
- Einholung aller erforderlichen Genehmigungen und Lizenzen unter Berücksichtigung der Empfehlungen aus der Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung (ESIA) sowie der Beiträge relevanter Stakeholder.
- Erstellung der Ausschreibungsunterlagen und Unterstützung bei den Vergabeprozessen gemäß den Richtlinien von FIDIC und KfW.
- Bewertung der Angebote, Organisation von Baustellenbesichtigungen und Bietergesprächen sowie Unterstützung bei der Vorauswahl und Auftragsvergabe.
- Überwachung der Bauarbeiten und Lieferungen, einschließlich der Koordination mehrerer Auftragnehmer und der Einhaltung der Anforderungen an Arbeitsschutz (OHS) sowie Umwelt-, Sozial-, Gesundheits- und Sicherheitsstandards (ESHS).
- Überwachung des Baufortschritts mithilfe des RMMV-Systems sowie Durchführung regelmäßiger Baustellenbesprechungen und Sicherheitsinspektionen.
- Management von Verzögerungen und Nachträgen sowie Begleitung der Teilabnahmen fertiggestellter Kanalabschnitte einschließlich der Erstellung von Mängellisten.
- Überwachung der Mängelbeseitigung, Durchführung der Schlussinspektionen und Kontrolle des Ersatzteilbestands während der Mängelanzeigefrist (Defects Notification Period, DNP).
- Prüfung und Überwachung von Betriebs- und Wartungsschulungen für die KAC- und PV-Systeme.
- Unterstützung bei der Implementierung und Integration von SCADA- und Steuerungssystemen für den Kanalbetrieb.
- Entwicklung und Überwachung betrieblicher Kennzahlen und Benchmarks sowie fortlaufende technische Beratung und bedarfsgerechte Unterstützung für Betrieb und Wartung.
Impact
- Verringerung der Wasserverluste um 10 Prozentpunkte (von 25 % auf 15 % bis 2033).
- Erhöhung der jährlichen Wasserversorgung um mindestens 10 Mio. m³ (von 83 auf über 93 Mio. m³).
- Sicherstellung, dass das über den King Abdullah Canal (KAC) bereitgestellte Wasser pro Kubikmeter mindestens 40 % weniger Treibhausgasemissionen verursacht als die Wasserversorgung über das National Conveyor Project.
- Wesentlicher Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel und zur Verbesserung der Wasserversorgungssicherheit für Amman und Irbid.
- Schutz knapper Wasserressourcen und Verringerung der Abhängigkeit von alternativen Wasserquellen.
Unser Beitrag zu den UN-Nachhaltigkeitszielen
Wir haben uns verpflichtet, einen positiven Beitrag zu leisten und unterstützen die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs). Dieses Projekt trägt zu den folgenden SDGs bei:
Gesellschaften
Projektbilder
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