Stärkung lokaler Partnerstrukturen für Migration und Reintegration

Migration ist eine der prägenden Herausforderungen unserer Zeit. In vielen Ländern des Globalen Südens erschweren fragile staatliche Steuerungsstrukturen, begrenzte institutionelle Kapazitäten und eine unzureichende Verzahnung migrationsbezogener Dienstleistungen weiterhin nachhaltige, menschenrechtsbasierte Ansätze in der Arbeitsmigration, bei der Rückkehr und bei der sozioökonomischen Reintegration. Für die langfristige Wirksamkeit der internationalen Zusammenarbeit in diesem Sektor ist entscheidend, dass Investitionen der Entwicklungszusammenarbeit dauerhafte Wirkungen erzielen und in lokalen Partnerstrukturen verankert sind.

Dorsch Impact unterstützt das Globalvorhaben der GIZ „Centres for Migration and Development / Zentren für Migration und Entwicklung (ZME)”, ein zentrales Vorhaben im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und Nachfolger des Programms Migration für Entwicklung (PME). Das ZME-Vorhaben fördert sichere und reguläre Migration durch Beratungsleistungen zur Arbeits- und Ausbildungsmigration und ermöglicht zugleich die nachhaltige Reintegration von Rückkehrenden in ihren Herkunftsländern.

Areas of Expertise

  • Kompetenzentwicklung & Wirtschaftsförderung

Gesellschaften

Dorsch Impact

Auftraggeber

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, finanziert durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Dauer

Von 2026 bis 2027

Standort

Deutschland

Projektleistungen

Institutionelle Komponente

  • Durchführung einer Dokumentenanalyse relevanter Projektunterlagen, darunter Strategien zum Kapazitätsaufbau, Nachhaltigkeitsansätze, Fortschrittsberichte und Ergebnisdaten
  • Entwicklung von Interviewleitfäden und Analyserahmen für die strukturierte Bewertung von Dienstleistungen in den Bereichen reguläre Migration, Rückkehr und sozioökonomische Reintegration
  • Abstimmung mit der GIZ zu den einzelnen Prozessschritten, relevanten Akteuren, Arbeitsergebnissen und zur Qualitätssicherung während der gesamten Auftragsbearbeitung
  • Durchführung von Validierungsgesprächen mit ausgewählten Mitarbeitenden der GIZ, um die Ergebnisse zu überprüfen und offene Fragen zu klären
  • Beitrag zum Wissensmanagement, zum länderübergreifenden Lernen und zur Identifizierung von Skalierungspotenzialen für die zukünftige Programmplanung

Fachliche Komponente

  • Entwicklung des methodischen Ansatzes zur Bewertung der dauerhaften Verankerung der durch PME und ZME unterstützten Dienstleistungen in den Partnerstrukturen
  • Vorbereitung und Durchführung virtueller Interviews und Konsultationen mit relevanten internen und externen Akteuren
  • Zusammenführung qualitativer Erkenntnisse und quantitativer Ergebnisdaten zu einer kohärenten Analyse von Kapazitätsentwicklung, Nachhaltigkeit, institutionellem Wandel und Eigenverantwortung der Partner
  • Erstellung, Überarbeitung und Finalisierung länderspezifischer Fachberichte und öffentlich zugänglicher Dokumentationen
  • Systematische Berücksichtigung von Querschnittsthemen wie Geschlechtergleichstellung, vulnerablen Gruppen und Digitalisierung in sämtlichen Analyseergebnissen

Impact

  • Institutionelle Nachhaltigkeit:  Der Auftrag liefert belastbare Erkenntnisse darüber, wie die durch PME und ZME unterstützten Dienstleistungen in den Partnerstrukturen verankert sind. Die Ergebnisse fließen unmittelbar in die zukünftige Programmgestaltung und Ressourcenverteilung durch das BMZ und die GIZ ein.
  • Nachweis der Kapazitätsentwicklung: Durch die Bewertung der Umsetzung von Strategien zum Kapazitätsaufbau und von Ansätzen zur langfristigen Verankerung dokumentiert das Projekt messbare Veränderungen in den Einstellungen der Partner, bei institutionellen Anpassungen und in der Eigenverantwortung für migrationsbezogene Dienstleistungen.
  • Geschlechtergerechtigkeit und soziale Inklusion: Die systematische Einbeziehung der Analyse von Geschlechtergerechtigkeit und vulnerablen Gruppen stärkt die Gerechtigkeitsdimension der Migrationsprogramme.
  • Länderübergreifendes Lernen: Öffentlich zugängliche Berichte und strukturierte Wissensprodukte unterstützen den evidenzbasierten Politikdialog und ermöglichen es, skalierbare Ansätze über mehrere Partnerländer hinweg zu identifizieren.
  • Langfristige Relevanz: Die Ergebnisse sollen die nächste Generation der GIZ-Migrationsprogramme prägen, nachhaltige und partnergeführte Reintegrationswege stärken und die Abhängigkeit von externer Unterstützung reduzieren.
     

Unser Beitrag zu den UN-Nachhaltigkeitszielen

Wir haben uns verpflichtet, einen positiven Beitrag zu leisten und unterstützen die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs). Dieses Projekt trägt zu den folgenden SDGs bei:

Geschlechtergleichheit
Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
Weniger Ungleichheiten

Gesellschaften

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