Wettbewerbsfähigkeit des Privatsektors in Togo stärken: Organisationsführung, Geschäftsmodelle und Partnerschaften
Der Agrarsektor Togos ist für die Wirtschaft und die Ernährungssicherheit des Landes von zentraler Bedeutung. Kleinbäuerinnen und Kleinbauern sowie landwirtschaftliche Organisationen stehen jedoch weiterhin vor strukturellen Herausforderungen: unzureichende Organisationsführung, begrenzter Marktzugang, geringe organisatorische Kapazitäten und schwach entwickelte Wertschöpfungsketten. Interprofessionelle Organisationen (IPs), in denen Erzeuger, Verarbeiter und Händler zentraler landwirtschaftlicher Wertschöpfungsketten zusammengeschlossen sind, verfügten bislang nicht über die erforderlichen Instrumente, Ressourcen und institutionellen Rahmenbedingungen, um wirksam zu arbeiten und die Interessen ihrer Mitglieder zu vertreten.
Das „Programme Promotion de la Compétitivité du secteur privé (ProComp) – Dispositif de coaching des interprofessions ananas, mangue et soja au Togo afin de renforcer leur fonctionnalité“ setzt unmittelbar bei diesen Defiziten an. ProComp wird von der Europäischen Union und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) kofinanziert und von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH umgesetzt. Im Rahmen der Komponente 1 verbessert das Programm den Zugang zu Rohstoffen, Zwischenprodukten und Betriebsmitteln und unterstützt damit Togos Transformationsagenda für die Agrar- und Ernährungswirtschaft. Es ist auf den nationalen Aktionsplan zur Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme ausgerichtet und leistet einen Beitrag zur Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung.
Dorsch Impact übernimmt Coaching- und Qualifizierungsleistungen für die interprofessionellen Organisationen der Ananas-, Mango- und Sojawertschöpfungsketten. Dazu stärkt Dorsch Impact deren Organisationsführung, entwickelt Geschäftsmodelle und fördert langfristig tragfähige öffentlich-private Partnerschaften in der togolesischen Landwirtschaft.
Areas of Expertise
- Umwelt & Gesellschaft
- Nachhaltige Landwirtschaft
- Kompetenzentwicklung & Wirtschaftsförderung
- Governance, Frieden & Zusammenhalt
Gesellschaften
Dorsch Impact
Auftraggeber
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, kofinanziert durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und die Europäische Union (EU)
Dauer
Von 2025 bis 2027
Standort
Togo
Projektleistungen
Institutionelle Komponente: Organisationsführung und Kooperationsstrategien
- Unterstützung der interprofessionellen Organisationen (IPs) und ihrer Mitgliedsfamilien bei der Verbesserung der Governance-Strukturen, der Klärung von Rollen und Verantwortlichkeiten sowie der Stärkung ihrer Leitungskompetenzen
- Entwicklung inklusiver und transparenter Entscheidungsprozesse zur Stärkung der organisatorischen Handlungsfähigkeit
- Moderation eines strukturierten Dialogs zwischen den beteiligten Akteuren und Unterstützung beim Abschluss interprofessioneller Vereinbarungen
- Unterstützung bei der Aktualisierung der Regelwerke für die Zusammenarbeit der Akteure innerhalb der Wertschöpfungsketten
- Erarbeitung und Konsolidierung individueller Entwicklungspläne für die interprofessionellen Organisationen
- Sensibilisierung und Erfahrungsaustausch zu landwirtschaftlicher Kooperation, Planung und dem interprofessionellen System, einschließlich konkreter Fallstudien zu sektoralen Verhandlungen, öffentlichen Politiken und der Zusammenarbeit zwischen Familienbetrieben, Staat und Privatsektor
Technische Komponente: Geschäftsmodelle, Finanzierung und öffentlich-private Partnerschaften
- Identifizierung und Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle, die auf die spezifischen Anforderungen und wirtschaftlichen Potenziale der jeweiligen interprofessionellen Organisation zugeschnitten sind
- Unterstützung der interprofessionellen Organisationen bei der Ausarbeitung von Projektanträgen zur Erschließung öffentlicher und privater Finanzierungsquellen, darunter Zuschüsse und Investitionsfonds
- Identifizierung innovativer Finanzierungsmechanismen sowie Stärkung der Kompetenzen der interprofessionellen Organisationen in der Ressourcenmobilisierung und im Finanzmanagement
- Stärkung der fachlichen und organisatorischen Kompetenzen der Leitungsgremien für eine wirksame Interessenvertretung
- Anstoßen von Maßnahmen zur Anpassung oder Stärkung der politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen für die Entwicklung der jeweiligen Branchen
- Unterstützung der interprofessionellen Organisationen bei der Erarbeitung fundierter Vorschläge für den Dialog mit öffentlichen Stellen sowie Moderation von Konsultationsrunden, die zu Programmveträgen führen
- Förderung und Stärkung der Verbindungen zwischen Akteuren auf den verschiedenen Stufen der Wertschöpfungsketten, zur Verbesserung sowohl der internen als auch der externen Governance der IPs
Impact
- Handlungsfähige landwirtschaftliche Organisationen: Die interprofessionellen Organisationen der prioritären Ananas-, Mango- und Sojawertschöpfungsketten in Togo verfügen über funktionsfähige Governance-Strukturen, Entwicklungspläne und operative Kompetenzen. Dadurch können sie den Erzeugerinnen und Erzeugern dauerhaft wirtschaftliche Dienstleistungen anbieten.
- Besserer Marktzugang für kleinbäuerliche Betriebe: Erzeugerorganisationen, landwirtschaftliche Genossenschaften und Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft können den Zugang der Produzentinnen und Produzenten zu nationalen, regionalen und internationalen Märkten besser unterstützen.
- Höhere Wettbewerbsfähigkeit zentraler Wertschöpfungsketten: Das Projekt trägt unmittelbar dazu bei, die landwirtschaftliche Produktivität, Rentabilität und Produktionsmenge zu steigern und damit die wirtschaftliche Position kleinbäuerlicher Betriebe in den geförderten Wertschöpfungsketten zu verbessern.
- Verbesserte Rahmenbedingungen für die Entwicklung des Privatsektors: Durch die Förderung öffentlich-privater Partnerschaften und die Unterstützung von Programmvereinbarungen zwischen den interprofessionellen Organisationen und öffentlichen Stellen trägt das Projekt zu besseren politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen für die Agrarwirtschaft in Togo bei.
- Beitrag zu nationalen und internationalen Entwicklungszielen: Die Maßnahmen sind auf Togos nationalen Plan zur Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme sowie auf die Agenda 2030 ausgerichtet. Dadurch werden sie langfristig in übergeordnete Ziele der nachhaltigen Entwicklung eingebettet.
Unser Beitrag zu den UN-Nachhaltigkeitszielen
Wir haben uns verpflichtet, einen positiven Beitrag zu leisten und unterstützen die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs). Dieses Projekt trägt zu den folgenden SDGs bei:
Gesellschaften
Projektbilder
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