Agrarwertschöpfung und Berufsbildung im Tschad
In West- und Südwesttschad stärkt das Programm ländliche Lebensgrundlagen und wirtschaftliche Perspektiven. Zu den 17.000 direkt Begünstigten gehören Getreideproduzenten, Spirulina-Sammler, kleine und mittlere Unternehmen, Produzentenorganisationen, Berufsbildungseinrichtungen und Auszubildende.
Klimaschwankungen, unsichere Einkommen und zunehmende Ernährungsunsicherheit belasten die ländlichen Regionen. Geringe Produktivität, begrenzte Verarbeitungskapazitäten, eine schwache Marktanbindung und unzureichende berufliche Qualifizierung hemmen insbesondere die Entwicklung der Wertschöpfungsketten für Getreidemehl und Spirulina.
Im Auftrag der GIZ ist Dorsch Impact im Rahmen von PEA/PAMELOT (Agri-Food Entrepreneurship Programme / Livelihood Improvement Project in Western Chad) für die Strukturierung der Produktions-, Verarbeitungs-, Vermarktungs- und Dienstleistungssysteme sowie die Stärkung der beruflichen Bildung verantwortlich. Gemeinsam mit lokalen und nationalen Partnern unterstützt das Team klimaresiliente Anbaumethoden, Qualitätsstandards und Zertifizierungen, unternehmerische Kompetenzen sowie den Zugang zu Märkten und Finanzierung.
Areas of Expertise
- Umwelt & Gesellschaft
- Nachhaltige Landwirtschaft
- Kompetenzentwicklung & Wirtschaftsförderung
- Ernährungssicherheit
Gesellschaften
Dorsch Impact
Auftraggeber
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Dauer
Von 2026 bis 2028
Standort
Tschad
Projektleistungen
Dorsch Impact verantwortet die Strukturierung der Wertschöpfungsketten für Getreidemehl und Spirulina sowie die Stärkung der beruflichen Bildung:
- Technische Beratung nach dem Farmer-Field-School-Ansatz
- Professionalisierung von Produzenten, Genossenschaften und kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) durch Farmer Business School (FBS), Cooperative Business School (CBS), SME Loop und Agribusiness-Cluster
- Strukturierung und Skalierung der Wertschöpfungsketten für Getreidemehl und Spirulina sowie Verbesserung von Verarbeitung, Vermarktung und Nachernte-Management
- Ausbau von Dienstleistungen für Produzenten und KMU, einschließlich der Unterstützung von Saatguterzeugern und der Entwicklung von Geschäftsmodellen für Agricultural Service Centres und Digital Resource Centres
- Stärkung nationaler Standardisierungs- und Zertifizierungssysteme, Schulungen zu Qualitätsmanagement und HACCP sowie Unterstützung bei Normen, Exportzertifizierungen und einer geografischen Herkunftsangabe für Spirulina
- Unterstützung der Governance der Wertschöpfungsketten und des öffentlich-privaten Dialogs, einschließlich PPP-Analyse und Vereinbarungen zur nachhaltigen Bewirtschaftung von Wadis
- Stärkung von Berufsbildungszentren und Lehrplänen, Qualitätssicherung der Lerninhalte und Entwicklung beruflicher Integrationsstrategien
- Erleichterung des Finanzierungszugangs durch Systemanalysen, Warrantage-Mechanismen und Honour Loans
Impact
- Ziel bis 2028: Stärkung der Wertschöpfungsketten für Getreidemehl und Spirulina mit direktem Nutzen für 10.800 Produzenten, KMU und Auszubildende
- Vorgesehener Ausbau klimaresilienter landwirtschaftlicher Praxis in semi-ariden und niederschlagsreichen Gebieten
- Zielwert von 7.500 Landwirten, die nachhaltige Produktionsmethoden anwenden
- Angestrebte Steigerung des Absatzvolumens und -werts kleinbäuerlicher Produkte um 30 %
- Geplante Gründung oder Stärkung von 75 Genossenschaften und Bauernverbänden
- Vorgesehenes Beratungs- und Schulungsangebot durch 40 Entwicklungsdienstleister
- Erwartete Verbesserung von Marktzugang und Exportfähigkeit durch Zertifizierung, Qualitätsmanagement und Handelspartnerschaften
- Angestrebte Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit von Frauen und jungen Menschen durch Berufsbildung und Unterstützung beim Berufseinstieg
- Erwarteter Beitrag zu nachhaltigen ländlichen Einkommen und einer an nationalen Prioritäten ausgerichteten Governance des Agrar- und Ernährungssektors
Unser Beitrag zu den UN-Nachhaltigkeitszielen
Wir haben uns verpflichtet, einen positiven Beitrag zu leisten und unterstützen die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs). Dieses Projekt trägt zu den folgenden SDGs bei: